Die Grosse Schliere ist ein rund 15.8 Kilometer langer Fluss, der sich vollständig im Kanton Obwalden befindet. Das Gewässer durchfliesst die Gemeinden Sarnen und Alpnach und prägt das Grossschlierental, das auch als Schlierental bekannt ist.
Der natürliche Gebirgsbach entspringt östlich des Glaubenstocks auf einer Höhe von etwa 1612 Metern über Meer in der ausgedehnten Moorlandschaft des Glaubenbergs. Von dort fliesst die Grosse Schliere in nordöstlicher bis östlicher Richtung und mündet schliesslich bei Alpnach auf 443 Metern über Meer von links in die Sarner Aa. Mit einem Sohlgefälle von 74 Promille handelt es sich um einen relativ steilen Gebirgsbach. Als Fluss der Klasse 8 gehört die Grosse Schliere zu den kleineren Fliessgewässern der Schweiz.
Der obere Teil des Einzugsgebiets ist durch zahlreiche Hoch und Flachmoore geprägt. Auf ihrem Weg durch das vom Bergwald dominierte Schlierental ist die Grosse Schliere nur geringen menschlichen Einflüssen ausgesetzt. Im unteren Verlauf fliesst der Bach an Schoried vorbei, wo aufgrund der bei Hochwasser auftretenden grossen Geschiebefrachten verschiedene Verbauungen errichtet wurden.
Ein besonderes Naturjuwel befindet sich kurz vor der Mündung: das Schlierenrüti. Dieses etwa 450 mal 200 Meter grosse Auengebiet ist von nationaler Bedeutung und dient auch als Geschiebesammler. Die Aue besteht aus Sand, Schlamm und Kiesbereichen sowie einer Uferbewachsung aus Grauerlen, Ulmen, Eschen und Buchen. Die Wasserqualität und der Zustand der Wasserorganismen werden an dieser Stelle als sehr gut bewertet.
Die Grosse Schliere hat ihren Namen vom Begriff Schlier, der ein schlüpfriges Gemenge aus Mergel, Sand und Kies bezeichnet, welches der Bach mit sich führt. Historisch war das Gewässer für seine Hochwasserereignisse bekannt. Beim Hochwasser im August 2005 löste sich eine Erdrutschung von über 100000 Kubikmetern im Gebiet Hurd. Auch früher kam es zu Überschwemmungen, etwa 1715 mit Schäden bis zur Kirche in Alpnach.
Bei Schoried wird ein kleiner Wasserkanal vom Fluss abgezweigt. Dieser sogenannte Sagenbach fliesst mitten durch Schoried und Alpnach, wo er früher eine Mühle und die Turbine einer Parkettfabrik angetrieben hat.
Fischen am Fliessgewässer Grosse Schliere? Hier findest Du Informationen zum Fischen und Angeln am Gewässer Grosse Schliere.
In den meisten Kantonen regelt der Kanton das Fischen und erlässt entsprechende Vorschriften. Für Informationen zum Angeln am Gewässer Grosse Schliere wende Dich an den örtlichen Fischereiverein oder das kantonale Amt für Fischerei.
Oft findest Du die nötigen Informationen auch, indem Du den Link zur Informationsseite des jeweiligen Kantons weiter unten auf dieser Seite besuchst.
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Hier siehst Du auf einer Karte den Verlauf des Fliessgewässers Grosse Schliere. Die schwarze Linie zeigt den Flussverlauf gemäss den Geokordinaten von swisstopo.
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Hier siehst du eine Karte mit allen Beobachtungen von Fischen um das Fliessgewässer Grosse Schliere. Die Karte ist in ein Raster von 5x5 Kilometern unterteilt und hat eine Unsicherheit von 3535 Metern. Diese Unsicherheit ist absichtlich eingebaut, um die Fische zu schützen. Durch die ungenaue Angabe der Positionen bleiben die genauen Aufenthaltsorte der Fische unbekannt und sie sind vor möglichen Störungen oder Eingriffen geschützt.

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Die angezeigten Fischarten wurden automatisch berechnet und basieren auf Beobachtungen in der Umgebung. Es wurden nur Beobachtungen ab dem Jahr 2000 berücksichtigt. Auf der Karte können auch ältere Beobachtungen sichtbar sein. Die Liste zeigt, welche Fischarten mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit im Gewässer Grosse Schliere vorkommen. Die Daten sind keinesfalls vollständig. Einige Arten sind möglicherweise geschützt und dürfen nicht gefischt werden.
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