Warum sagt man beim Angeln Petri Heil?

Für Schweizer Fischer ist der Ausspruch „Petri Heil“ eine sehr typische Begrüssung gegenüber anderen Fischern. Es bestehen regional unterschiedliche Bedeutungen, sodass dieser Ausspruch auch in Verbindung mit einem guten Gelingen bzw. als Erfolgsausspruch genutzt wird. Ebenso findet die traditionelle Grussformel als Glückwunsch für einen erfolgreichen Fang Anwendung. Manchmal wird das „Heil“ teilweise negativ behaftet und so kann die Abkürzung „Petri“ verwendet werden und wird unter den Anglern ebenso verstanden.

Manchmal wird das "Heil" teilweise negativ behaftet und so kann die Abkürzung "Petri" verwendet werden.

"Petri Heil" – woher kommt es?

„Heil“ bedeutet Erfolg bzw. Wunsch, sodass dieser Teil der Grussformel in Bezug auf die Herkunft der beiden Worte die Verbindung zu einem erfolgreichen Angelausflug darstellt. Petrus stellt den Schutzpatron aller Seefahrer und Fischer dar. Der lateinische Genitiv „Petri“ hat ebenso eine historische Bedeutung.

Die Wurzeln des Sprichwortes „Petri Heil“ liegen in der Bibelgeschichte. Der Legende des Lukasevangelium nach sollen sich 30 n. Chr. mehrere Männer zum Angeln am See Genezareth in Galiläa getroffen haben. Darunter war auch der Fischer mit Namen Simon Petrus. Nachdem die Männer keinen Angelerfolg hatten, wollten sie fast aufgeben. Bevor dies geschah, trafen Sie auf einen Unbekannten. Dieser sprach den Männern Mut zu, es noch ein weiteres Mal zu versuchen und die Netze auszuwerfen. Bei dem letzten Einholen der Netze, waren diese randvoll mit Fischen, sodass aus Simon Petrus der heutige Schutzpatron aller Fischer wurde.

Eine etwas andere Interpretation aus dem Lukasevangelium gibt die Geschichte direkt in Zusammenhang mit Jesus wieder. Dieser predigte am See Genezareth und die Fischer kamen nach einer frustrierenden Fischernacht zurück. Jesus wurde von den vielen Zuhörern bedrängt, sodass er in das Boot von Simon Petrus stieg und diesen bat hinauszufahren. Jesus setzte daraufhin auf dem Fischerboot seine Lehre weiter und sprach im Anschluss mit Petrus. Jesus forderte Petrus auf, gemeinsam mit den anderen Fischern einen weiteren Versuch zu unternehmen und in der Tiefe erneut zu fischen. Mit dem Glauben an ein Erfolgserlebnis überzeugte Petrus seine Fischerkollegen. Nach dem Herablassen der Netze wurden diese von derart grossen Mengen an Fischen umschlossen, dass die Netze den enormen Fangerfolg nicht mehr aushielten und rissen.

"Petri Dank" – die Erfolgsbestätigung:

Analog zu dem Erfolgswunsch „Petri Heil“ ist die Rückmeldung „Petri Dank“ unter Fischern als Erwiderung bzw. Bestätigung des Erfolgserlebnisses bekannt. Somit wird das Erfolgserlebnis von Anglern häufig mit „Petri Dank“ erwidert, um sich für das Wünschen von Fangerfolg mit „Petri Heil“ zu bedanken.

Weitere Bedeutungen von Petrus in der Fischerei

Der Schutzpatron findet sich in Bezeichnungen von einigen Fischarten wieder. Es gibt beispielsweise den Petrusfisch oder den St. Peterfisch. Der St. Peterfisch wird auch als Christusfisch bzw. Saint-Pierre bezeichnet. Dieser Meeresfisch hat einen runden schwarzen Fleck mit gelben Umrandungen. Als Legende handelt es sich dabei um den Fingerabdruck von Petrus.

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